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Achtung! Zecken - Trine´s Borreliose

Ich möchte Sie an unseren Erfahrungen, die wir während Trine´s Erkrankung gesammelt haben, teilhaben lassen, denn vielleicht hilft unser Bericht auch anderen, eine Zecken-Krankheit zu erkennen. Die Diagnose dieser Krankheiten ist oft schwierig oder gar unmöglich und in unserem Fall war der Verlauf der Krankheit von vielen Höhen und Tiefen geprägt.


Juni 2008

Wir verbrachten im Frühjahr einige Tage in Süddeutschland. Leider übersah ich zwei Zecken, die sich in Trine´s Bart versteckt hatten und die sich bereits vollgesogen hatten.

Aus heutiger Sicht halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass sich Trine hier die Infektion zugezogen hat.


Es ging Trine gut bis ...


Februar 2009

Trine litt in unregelmäßigen Abständen an wechselnden Lahmheiten, die nach einem oder wenigen Tagen wieder vollkommen verschwanden. Sie war aber vom Verhalten nicht verändert und schien keine größeren Schmerzen zu haben.
Trotzdem suchten wir den Tierarzt auf. Alle Untersuchungsbefunde waren unauffällig, alle Blutwerte entsprachen der Norm und es gab keine stichhaltigen Beweise für eine von Zecken übertragene Infektion. Verletzungen o.ä. konnten ebenfalls ausgeschlossen werden.


Bald ging es Trine wieder gut bis ...


Juni 2009

Es traten wieder wechselnde Lahmheiten auf. Die Blutwerte waren zum erstem Mal auffällig.

Der Babesiose-Titer war grenzwertig erhöht, d.h. es hatte zumindest ein Kontakt mit den Krankheitserregern stattgefunden. Trine bekam in 2-wöchigem Abstand Spritzen mit einem Antiprotozoikum*). Wir gingen nun davon aus, dass die Krankheit geheilt war.


Bald ging es Trine wieder gut bis ...


September 2009

Die Lahmheiten traten wieder auf. Das Blutbild zeigte keine  Auffälligkeiten.


Bald ging es Trine wieder gut bis ...


Mai 2010

Wieder erfolgte ein Tierarztbesuch wegen wechselnder Lahmheiten. Es konnte trotz sorgfältiger Untersuchungen kein Grund dafür gefunden werden.


Bald ging es Trine wieder gut bis ...


Oktober 2010

Das Blutbild wies keinerlei Infektion o.ä. auf, aber Trine litt wieder an wechselnden Lahmheiten. Ihr Allgemeinbefinden war merklich beeinträchtigt.


Bald ging es Trine wieder gut bis ...


Januar / Februar 2011

Wir bemerkten zunächst, dass Trine ruhiger als üblich war. Nach wenigen Tagen begann sie wieder zu lahmen und zwar wieder abwechselnd mit allen vier Beinen. Man konnte ihr die Schmerzen ansehen.






 

 


 




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Die Lymphdrüsen am Kinn und an den Hinterläufen waren kirschgroß angeschwollen. Sie hatte abgenommen und das Allgemeinbefinden war deutlich gestört.


Es folgten zum wiederholten Mal Röntgenuntersuchungen aller Gliedmassen um beispielsweise eine Arthrose oder andere Verletzungen als Ursache für das Lahmen auszuschliessen. Es ergaben sich aber  keinerlei Heinweise auf Arthrose und auch andere Erkrankungen des Bewegungsapparates konnten ausgeschlossen werden.


Aber das Blutbild zeigte jetzt , daß der Hund sehr krank war. Die Leberwerte waren deutlich erhöht, die Ultraschalluntersuchung zeigte eine Entzündung der Leber. Schliesslich bekam Trine Fieber und sie war sehr geschwächt.


Wir brachten Trine in die Tierärztliche Klinik Birkenfeld wo sie sofort stationär aufgenommen wurde. Es wurden weitergehende Blutuntersuchungen durchgeführt (Immunblot, Lymphdrüsenpunktat, PCR und Elektrophorese). Aber selbst in dieser akuten Phase der Krankheit konnte der Erreger trotz der umfangreichen und weitergehenden Untersuchungen nicht eindeutig und zweifelsfrei benannt werden!


Behandlung

 

Da die Symptome und der Krankheitsverlauf für eine von Zecken übertragene Krankheit sprachen, erfolgte eine
4-wöchige Behandlung mit Antibiotika, die glücklicherweise spontan zum Erfolg führte. Bereits nach wenigen Tagen war Trine wieder so lebhaft wie üblich, die Lahmheiten waren völlig verschwunden.


Zur Entlastung und zum Aufbau der Leber bekam Trine für 2 Monate spezielles Diätfutter vom Tierarzt mit wenig tierischem Eiweiß. Allerdings lies ihre Begeisterung für dieses Futter sehr zu wünschen übrig. Deshalb bereitete ich ihr das Futter selbst zu: gebratenes Hühnchen und Reis im Verhältnis 1 : 4.

Darüber hinaus bekam sie noch ein Präparat zur Stärkung der Leber sowie ein Vitamin-B-Präparat.

Auch diese Mittel schlugen sehr gut an und bei der Blutkontrolle nach 4 Wochen waren die Leberwerte bereits wieder im Normalbereich.

Hinweis: Aus rechtlichen Gründen möchte ich die Namen der Medikamente hier nicht erwähnen. Sollten Sie Fragen haben, können Sie mir aber gerne eine E-Mail an die u.a. Adresse senden.



Aktuell


Trine geht sehr gut und sie hat nach der Behandlung kein einziges der oben beschriebenen Symptome mehr gezeigt. Um bei eventuellen Rückfällen zeitnah eine Behandlung einleiten zu können, lasse ich regelmäßig ein großes Blutbild machen.


Zum Schluß möchte ich Ihnen das Foto rechts zeigen. Es liegt mir ganz besonders am Herzen denn es ist das erste Foto nach dem Klinikaufenthalt und es entstand nur wenige Tage nach Behandlungsbeginn. Man kann deutlich sehen, wie sehr Trine genießt, wieder ohne Schmerzen laufen zu können und es zeigt ihre ganze Lebensfreude.



Wenn Sie noch Fragen oder Hinweise zu diesem Thema haben, schreiben Sie mir bitte:

mail(at)bashas-welt(dot)de



An dieser Stelle möchte ich Herrn Marcus Barth, Tierarzt an der Tierärztlichen Klinik Birkenfeld, meinen ganz besonderen Dank aussprechen. Herr Barth stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite und hatte immer ein offenes Ohr für unsere Fragen. Auch bei der Erstellung dieses Artikels hat mich Herr Barth unterstützt und dafür bedanke ich mich!

Karin Penz


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